ES WAR UND WIRD EINMAL SEIN Die meisten von uns haben in ihrer Kindheit Märchen gelesen oder gehört. In der Pubertät wurde dann alles Phantastische und Sagenhafte als Unsinn abgetan und seitdem glauben wir angeblich nicht mehr an Märchen. Dennoch … Weiterlesen →
BASED IN BERLIN
Kein Weg führt in diesem Monat an der bereits im Vorfeld viel besprochenen und kontrovers diskutierten Ausstellung „based in berlin“ vorbei. Die sozial-politischen Implikationen des Begriffs „Leistungsschau“ und ihre Folgen wurden bereits ausführlich in der Tagespresse und andernorts besprochen, so dass wir uns gleich auf die rund 80 Positionen aufstrebender Kunst aus Berlin konzentrieren können. Weiterlesen →
SOZIALISMUS KAPITALISMUS KRITIK UND IRONIE
Schon seit 1966 fotografiert der Ukrainer Boris Mikhailov (*1938) das Leben auf den Straßen seiner Heimatstadt Charkow. Die sowjetische Regierung hatte die Tätigkeit des Autodidakten von Anfang an beargwöhnt und ihn, wegen Aktfotografien seiner Frau, aus seinem Ingenieurberuf entlassen. Weiterlesen →
GROSS UND KLEIN
In nur zwei Jahren, von 2003 bis 2005, wurde die umfangreiche Sammlung zeitgenössischer Zeichnungen der Judith Rothschild Foundation angelegt. Von Anfang an war vorgesehen, die rund 2500 Arbeiten von 650 Künstlern dem Museum of Modern Art (MoMA) in New York zu schenken. Weiterlesen →
BEWEGENDE BEWEGTE KÖRPER – “pina”
Es ist uns wirklich nicht leicht gefallen, Ihnen in diesem Monat etwas zu empfehlen, dass uns begeistert, berührt und längerfristig überzeugt hat. Zu viel Altbekanntes oder zu offensichtlich die Absicht, mit alten Konzepten an den Erfolg vergangener Blockbuster-Ausstellungen anzuknüpfen. Dann haben wir Wim Wenders Film „pina“ über die Tänzerin und Choreografin Pina Bausch im Kino gesehen und wussten: Dieser Film hat alles, wonach wir gesucht haben. Weiterlesen →
GEFANGEN IM UNIVERSUM DER FIKTIONEN – BjØRN MELHUS
Seit Anfang der 1960er Jahre mit Nam June Paik und Wolf Vostell das Video in die Kunst eingeführte wurde, erfährt das im Kunstsystem noch sehr junge Medium eine vielfältige Anwendung. Obwohl aber das Video die zweifellos aktuellste Form der Kunstproduktion ist, konkurrieren viele Videokünstler immer noch mit den klassischen und etablierten Gattungen der Malerei, Skulptur und Fotografie. Es hat sich aber auch ein analytisch-kritischer Umgang mit der neuen Bilderzeugungstechnologie gebildet, der ihr selbst und der von ihr produzierten sowie massenmedial verbreiteten Bildern gilt. Weiterlesen →
ROBERT MAPPLETHORPE · NADAV KANDER – ROBERT POLIDORI · ROGER BALLEN
Der Monat der Fotografie war eigentlich im November vergangen Jahres. Sieht man aber, was die diversen Ausstellungshäuser und Galerien in Berlin und andernorts zeigen, so erhält man leicht den Eindruck, jeder Monat sei der Monat der Fotografie. Weiterlesen →
DIE SUCHE NACH WAHRHEIT IN DER KUNST
Die Welt der Kunst lässt sich unabhängig von Zeit und Ort in Idealisten und Realisten einteilen. Die Einen widmen sich unterschiedlichen Idealvorstellungen, die Anderen versuchen in ihren Werken frei von allen Vorgaben die Wirklichkeit wiederzugeben. Momentan werden in Berlin zwei radikale Realisten ausgestellt, die ihre Zeit nachhaltig geprägt haben und eine Vielzahl von Nachahmern gefunden haben. Die Berlinische Galerie zeigt Fotografien der Amerikanerin Nan Goldin (*1953) aus ihrer Berliner Zeit und die Gemäldegalerie stellt den Meister des italienischen Frühbarocks, Caravaggio (1571–1610), in Dialog mit seinen Epigonen, Konkurrenten und Feinden. Weiterlesen →
STEPHEN SHORE: UNCOMMON PLACES
Es ist schon längst eine Selbstverständlichkeit in Museen und Galerien Farbfotografien ausgestellt zu sehen. Bis weit in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts war das noch lange nicht der Fall. Die Farbfotografie war zu nah an der Ästhetik der Massenmedien und kaum ein damals anerkannter Fotograf traute sich an sie heran. Der US-Amerikaner Stephen Shore (*1947) zählt zu den Protagonisten der New Color Photography, die wesentlich zur internationalen Etablierung der Farbfotografie im System der Kunst beitrug. Weiterlesen →